Umgang mit dem Corona-Virus in unserer Einrichtung

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

einige von Ihnen stellen sich die Frage, wie eine Einrichtung der Alten- und Behindertenhilfe eigentlich mit der momentanen Situation der Pandemie umgeht. Nachfolgend hat unsere Beauftrage für Qualitätsmanagement, Herma Meyer, unsere Bemühungen und Aktivitäten zusammen gefasst.

Seien sie gewiss, all unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versuchen zur Zeit, das beste aus der Situation zu machen. Die gesellschaftlich gestiegene Akzeptanz des Berufsstandes ist dabei wohlwollend zur Kenntnis genommen worden. Wir hoffen sehr, dass dieses auch zukünftig anhält und die teilweise negative Presse der letzten Tage, die zum Teil nach „Schuldigen“ sucht, dieses Klima nicht verändert. Nur so wird es möglich sein, dass Mitarbeiter ohne Angst die Leistung weiter mit Engagement erbringen können. Auch wenn aktuelle Entwicklungen zeigen, dass er schwer werden wird, den Virus dauerhaft von unseren Einrichtungen und dem Patientenstamm fern zu halten, wird alles versucht, entsprechende Risiken zu minimieren und das Leben in den Einrichtungen und der Häuslichkeit dabei sehr lebenswert zu gestalten.

Für Rückfragen stehe ich jederzeit und gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Guido Suing

-Geschäftsführer-

 

Unser Umgang mit dem Corona-Virus im St.Elisabeth-Stift und bei der Sozialstation

(Bericht der Beauftragten für Qualitätsmanagement, Herma Meyer)

Zu Anfang diesen Jahres war das Wort Corona oder auch der Virus Covid 19 (Sars-Cov2) noch weit weg. Doch im Laufe der letzten zwei Monate kam das Virus näher und betrifft nun auch ganz Deutschland.

Wir in unserer Einrichtung und in der Sozialstation Essen-Lastrup-Molbergen sind uns bewusst, dass wir das Virus nicht aufhalten können und wir eine Risikogruppe pflegen und betreuen.

Wir treffen aber alle Vorkehrungen, die wir müssen - aber vor allem auch tun können und wollen. Denn uns liegt jeder Bewohner und auch jeder Mitarbeiter am Herzen und wir sehen uns in der Fürsorgepflicht jedes Einzelnen.

Das Wichtigste im Rahmen der Hygiene wurde sofort umgesetzt. Zum jetzigen Zeitpunkt gilt für alle Mitarbeiter:

  • Die Abstandsregelung nicht unter 1,5 m ( wie es möglich ist) um die Tröpfchenübertragung zu vermeiden
  • Bei pflegerischen Tätigkeiten und engen Kontakt („face to face“) wird zum Schutz ein Mundschutz getragen.
  • Händehygiene (öfters Händewaschen mind. 20 Sec.)
  • Händedesinfektion
  • Niesen oder Husten in der Armbeuge
  • Händeschütteln oder Umarmungen werden vermieden

Zu Anfang haben wir eine Steuerungsgruppe gegründet, die sich nur mit dem Thema Corona auseinandersetzt. Sie besteht aus allen Leitungskräften, der Hygienebeauftragten, der Pflegedienstleitung der Sozialstation, einem Mitglied der MAV, dem Personalsachbearbeiter und der QMB). Dort werden 2x wöchentlich die nächsten Schritte geplant und festgelegt sowie Verantwortlichkeiten benannt. Für die Mitarbeiter gehen dann Informationen über unser Informationsportal „Intrexx“ per EDV auf jeden Rechner. Ebenfalls erfolgen Aushänge. Zusätzlich informieren unsere Leitungen täglich die Mitarbeiter und sind auch immer für Fragen und Ängste gesprächsbereit. Dasselbe gilt auch für alle Angehörige, die immer die Möglichkeit haben, anzurufen und Fragen zu stellen. Es wird auf Wunsch auch immer versucht, einen telefonischen Kontakt zwischen Angehörigen und Bewohner herzustellen. Auch bei der Sozialstation kann jederzeit die Pflegedienstleitung, die Teamleitungen oder der Geschäftsführer bezüglich Fragen kontaktiert werden.

Seit dem 17.03.2020 gilt dann ein Besuchsverbot erlassen für alle Pflegeheime. Dadurch fielen allen unseren Bewohnern die Kontakte von außen weg. Mit vielen Gesprächen, Telefonaten und mit individuellen Betreuungsmaßnahmen auf Abstand und in Kleinstgruppen versuchen wir dem gegenzulenken.

Im Altenpflegeheim wird versucht zu skypen, sowie das Internet es hergibt. Alternativ wird aber auch telefoniert und es gibt einen Übergabetisch im Foyer, wo Geschenke für die Bewohner abgegeben werden können. Es werden auch Karten geschrieben und der briefliche Kontakt gefördert. Da derzeit keine hl. Messe stattfindet, bereiten die Mitarbeiter jeden Abend um 17.00 Uhr einen kurzen religiösen Impuls für die Bewohner vor.

Im psychiatrischen Pflegheim wurde ein Kiosk aufgebaut, damit die Bewohner Kleinigkeiten bei uns erwerben können und nicht einkaufen brauchen. Für diese Klientel ist es oft sehr schwer, das Kontaktverbot und die Sperren nach außerhalb zu verstehen. Es wird hier täglich versucht, die Situation mit Gesprächen und stetiger Aufklärung aufzufangen. Die einzelne Betreuung steht auch hier stark im Vordergrund.

Unsere Tagespflege haben wir seit dem 18.03.2020 auf Erlass des nds. Ministerium geschlossen. Diese Räumlichkeiten werden für den Notfall bereitgehalten und die Mitarbeiter sind auf andere Bereiche verteilt worden oder machen noch Minusstunden.

Im Wohnheim Haus Marien sind auch die Aufklärungen und Gespräche sehr wichtig. Betreuung wird in zwei Schichten angeboten und zusätzlich gibt es ein Angebot in der Begegnungsstätte für die Klienten der ambulanten Wohnbetreuung, die in der St. Elisabeth-Str. 10 leben.

Die ABW und auch die Tagesstätte mussten auf eine Notbetreuung umbestellt werden. Da es für die Klienten aber sehr schwer ist, ohne jeglichen Kontakt zur Einrichtung auszukommen, haben wir diese Notbetreuung entsprechend auch eingerichtet. Sie findet in der Tagesstätte am Steinland 1 zu vereinbarten Sprechzeiten bzw. telefonisch statt.

Die Mitarbeiter der Sozialstation arbeiten täglich mit Mundschutz und halten die Hygieneregeln ein. Sie achten in ihren Einsätzen verstärkt auf Krankheitssymptome bei den Patienten, um schnell reagieren zu können. Die Mitarbeiter wurden auch hier von den entsprechenden Leitungen, auf einen Notfall vorbereitet und unterwiesen, was dann zu tun ist.

Beim Auslieferservice „Essen auf Rädern“ haben wir die Mitarbeiter ebenfalls auf die Einhaltung der Hygieneregeln eingewiesen und versuchen nach Möglichkeit, keinen Kontakt zu den belieferten Personen zu haben.

Mit unseren Lieferanten haben wir Absprachen getroffen, so dass wir die Kontakte auf ein Mindestmaß reduzieren konnten und diese ggf. auch außerhalb der Einrichtung stattfinden lassen.

Für die Mitarbeiter ist es auch eine sehr herausfordernde Situation. Für Eltern versuchen wir die Dienstzeiten dementsprechend anzupassen und unsere auf Abstand geführten Übergaben dienen dazu, Fragen und Ängste zu klären. Bei der Sozialstation laufen die Übergaben häufig digital.

Da „Schutzausrüstung“ sehr knapp ist, haben sich unsere Näherinnen und einige Mitarbeiterinnen bereit erklärt, Mund- und Nasenschutze zu nähen. Es wird fleißig genäht, um einen guten Bestand zu haben. Die Schwester einer der Klienten aus der ABW (sie hatte ehemals einen Stoffladen) hat ebenfalls Mund- und Nasenschutz zugeschnitten und sich bei der Produktion der Mundschutze beteiligt. Wir sagen danke dafür!

Vorgestern wurde nun ein Belegungsstopp der nds. Landesregierung verhängt. In Folge dessen dürfen wir keine Kurzzeitpflege mehr anbieten und die Aufnahme neuer Bewohner ist nur unter klar definierten Voraussetzungen möglich. Wir werden versuchen, mit den Leistungen der Sozialstation ggf. kompensatorische Leistungen anzubieten.

Sicherlich sind das nicht die einzigen Dinge, die zurzeit geschehen. Wir erfahren viel Zuspruch und Hilfeleistungen von unseren Mitarbeitern, von Angehörigen und von extern. Beispielhaft möchten wir auf gespendeten Mundschutz der Firma Fahrzeugwerke Böckmann, zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellte Desinfektion der Firma Remmers und gespendete Desinfektion der Firma Berentzen verweisen. Wir sagen allen auch hier ein DANKE !

Zum Abschluss noch eine schöne Geste: Eine Nachbarin einer unserer Leitungen hat unserer Einrichtung zwei Schutzengel gegeben um uns mit Schutz durch diese Zeit zu führen. Wir danken auch dafür und hoffen alle, dass das klappt und wir mit Schutz und Gottes Segen durch diese Zeit kommen.

Gez. Herma Meyer

QMB

P.S.: Bei Fragen zögern Sie nicht, sich bei den entsprechenden Leitungskräften zu melden.

Kontakt

St. Elisabeth-Stift
Pflege- und Behindertenheim
gem. GmbH
St.Elisabeth-Str. 14
49688 Lastrup
Telefon: 04472 / 950 -0
Telefax: 04472 / 950 -100
E-Mail: info(at)elisabeth-stift.de

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Auf Wunsch stellen wir gerne Spendenbescheinigungen aus.

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