Einweihung Begegnungsstätte-Kunst- u. Handwerkermarkt 2019

„Mit der Einweihung einer Begegnungsstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen und von sechs Mikroappartements zur Vermietung an Menschen mit einer psychischen Erkrankung im 1. Obergeschoss der Begegnungsstätte an der Elisabethstr.10 können wir heute einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des St. Elisabeth-Stiftes setzen“, freute sich Geschäftsführer Guido Suing bei der offiziellen Einweihung, die im Anschluss Pfarrer Walter Körbes und Pastor Jürgen Schwartz vornahmen. „Welch ein besserer Tag bietet sich im Übrigen an, als der heutige Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Wir fanden, dass es keinen besseren Tag geben könnte“, so Guido Suing. Verbunden war die Einweihung mit einem großen Kunst- und Handwerkermarkt auf dem Gelände des St. Elisabeth-Stiftes.

St Elisabeth Stift Kunst u Handwerkermarkt

Die neue Begegnungsstätte soll von den Bewohnern des Psychiatrischen Pflegeheims, des Wohnheims Haus St. Marien, den Klienten der ambulanten Wohnbetreuung und den Mietern der ambulanten Angebote des St. Elisabeth-Stiftes besucht und genutzt werden. Sie soll sich ausdrücklich auch nach außen in die Gemeinde öffnen. „In unserer Arbeits- und Beschäftigungstherapie, aber auch in unserer sozialen Betreuung, leiden wir zurzeit unter einer Raumknappheit. Mit diesem neuen Angebot können wir neue, zielführende Angebote für unsere Bewohner anbieten. So können hier jetzt Entspannungsübungen oder die Fußreflexzonenmassage ungestört durchgeführt werden. Auch für die Gymnastikgruppe gibt es jetzt Platz,“, freute sich Luzia Nietfeld, Bereichsleitung für das Psychiatrische Pflegeheim.

Die sechs Mikro-Appartements sollen psychisch Kranken eine ambulante Wohnmöglichkeit zu Grundsicherungskonditionen ermöglichen. Die Appartements haben eine Größe von ca. 40 m² Wohn- und Nutzfläche. Eine Küche ist entsprechend vorinstalliert. Das Dachgeschoss bleibt im Wesentlichen eine Ausbaureserve.

„Menschen mit psychischen Erkrankungen haben es auf dem allgemeinen Mietmarkt im Landkreis Cloppenburg sehr schwer, akzeptablen Wohnraum zu Grundsicherungskonditionen zu erhalten. Ich freue mich, dass wir mit diesen sechs neuen Appartements nunmehr 19 eigene ambulante Wohnangebote anbieten können. Diese Angebote sind zudem inhaltlich so differenziert, dass wir auf unterschiedlichste Klientenbedürfnisse eingehen können. Die Nachfrage ist vorhanden. Fünf der sechs neuen Appartements sind schon vermietet. Auch durch diese Maßnahme fühlen wir uns auf die Wirkungen des Bundesteilhabegesetzes besser vorbereitet“, so Martina Hanrath, die im St. Elisabeth-Stift für die ambulante Wohnbetreuung verantwortlich ist. Hanrath lud die Bevölkerung ein, an den Veranstaltungen in der Begegnungsstätte teilzunehmen. Zudem könnten Gruppen dort proben oder tagen.

Geschäftsführer Guido Suing erläuterte den Planungsablauf, der sich über viele Jahre hingezogen habe. In den beiden psychiatrischen Einrichtungsteilen, dem Wohnheim Haus St. Marien und dem Psychiatrischen Pflegeheim, habe es in den vergangenen Jahren folgende Probleme gegeben: Im Psychiatrischen Pflegeheim fehlten genügend Einzelzimmer. Es gab zu wenig Fläche für Begegnung, Betreuung und für Gruppenangebote. Für die ambulanten Angebote auch außerhalb der Einrichtung, z.B. aus der Bürgermeister-Böckmann-Str., fehlte ein Treffpunkt zum Austausch und Begegnung. Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen brauchen unterschiedliche Wohnangebote in Form von Mietwohnungen zu Grundsicherungskonditionen   Die Büros der Bereichs- und Pflegedienstleitung, der ambulanten Wohnbetreuung und der Fachbereichsleitung waren nicht mehr zeitgemäß.

„Mit den heute einzuweihenden Projekten gelingt es uns, für die beiden psychiatrischen Einrichtungsteile neue Entwicklungsperspektiven zu schaffen, die viele der Probleme lösen“, so Geschäftsführer Suing.

In dem abgerissenen und hier nun neu erstellten Zwischenbau sind im Erdgeschoss eine Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne psychische Erkrankungen errichtet und im Obergeschoss sechs Mikroappartements für Menschen mit psychischen Erkrankungen entstanden bei einem Kostenvolumen von ca. 1,75 Mio. Euro. Dieser Kostenrahmen werde eingehalten. So werde das Land Niedersachsen im Rahmen des Förderprogramms Wohnen und Pflege im Alter 100.000 Euro gewähren. Die Aktion Mensch fördere das Projekt mit 300.000 Euro. Die N-Bank gewähre für die Projekte Zwischenbau und Umbau der Praxis für Ergotherapie knapp über 500.000 Euro als zinslose Darlehen und einen Tilgungszuschuss von 15 % auf die Darlehenssumme. Die LZO gewähre zinsvergünstigte Darlehen und einen Tilgungszuschuss im Rahmen des KFW55 Programms in Höhe von 600.000 Euro. „Beim Bau haben wir uns wie üblich auf örtliche und regionale Handwerksfirmen verlassen, mit denen wir häufig schon über Jahre zusammengearbeitet haben“, so Suing.

Pastor Jürgen Schwartz bezeichnete es als gelebte Nächstenliebe, dass Menschen mit Behinderung einfach „Dazugehören“. Gegen innere oder äußere Widerstände anzugehen, könne die Welt schöner machen. Zusammen mit Pfarrer Walter Körbes übernahm er dann die Einsegnung des Gebäudes.

Gleichzeitig fand an diesem Sonntag auf dem Gelände des St. Elisabeth-Stiftes auch ein Kunst- und Handwerkermarkt statt, zu dem bereits in der Mittagszeit viele Besucher kamen, um zu sehen, zu kaufen oder die vielen sonstigen Angebote vom Kartoffelpuffer über Eisspezialitäten bis zu Kaffee und Kuchen, den die Landfrauen anboten, zu genießen. 

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