Generationen verbinden durch Theater : Pflegekräfte stärken-Bericht aus der Münsterländischen Tageszeitung

Bericht aus der Münsterländischen Tageszeitung vom 10.09.2019

Lastrup (la) – „Was fällt ihnen zum Sommer ein?“ fragte Moderatorin Silvia die Senioren im St. Elisabethstift in Lastrup. Prompt kamen die Antworten „Eis essen, baden, sonnen, Rad fahren, Regen“. Schüler des vierten Jahrgangs der Astrid-Lindgren-Schule Lastrup und Pflegekräfte des St. Elisabethstiftes spielten umgehend diese Erinnerungen. Diese Aufführung war Teil eines theaterpädagogischen Workshops zum Thema: Generationen verbinden durch Theater: Pflegekräfte stärken, den das Theaterpädagogische Zentrum in Lingen in Lastrup durchgeführt hatte. Drei Stunden lang waren acht Schüler der vierten Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule von zwei Theaterpädagogen in diese Form des Playback-Theaters eingeführt worden. Gemeinsam hatten sie verschiedene Spielformen erarbeitet. An einem weiteren Vormittag waren sechs Pflegekräfte entsprechend geschult worden. Vor der Aufführung gab es dann noch ein kurzes Kennenlernen von Schülern und Pflegekräften.

Dieses Leuchtturmprojekt „Generationen verbinden durch Theater: Pflegekräfte stärken!“ soll Menschen aus drei Generationen durch das Medium des Theaters in spielerischem Kontakt und Austausch zueinander bringen: Kinder, Betreuungs- und Pflegekräfte und Senioren. Das Projekt wird durch den Landesverband Theaterpädagogik Niedersachsen e.V. mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen finanziert. Das Playback-Theater ist eine einzigartige Form des improvisierten Theaters. Es entsteht durch die Zusammenarbeit von Spielenden und Zuschauenden und schaffe dadurch Raum für individuellen Ausdruck und direkte Begegnung. Momentane Gefühle, Assoziationen, Alltagserfahrungen, Träume, Visionen und Ideen aus dem eigenen Leben werden vom Publikum eingebracht und von den Spielern intuitiv und künstlerisch in Szene gesetzt. Die Eigenart jeder Person und ihrer Geschichte werde bestätigt und wertgeschätzt. Bei der Aufführung im St. Elisabethstift ging es dann nach einem Lied um Lebenserfahrungen der Senioren. Wie war es in der Schule? lautete die aufmunternde Frage der Moderatorin. „Mathe war schwer, es gab noch Schläge, manchmal musste man in der Ecke stehen, es gab Filme lauteten“, die Antworten. Die Moderatorin fasste das Genannte zusammen. dann spielten Kinder und Pflegekräfte die unterschiedlichen Erinnerungen. Nicht spielbar allerdings war die Erinnerung von Fitti Knuck: „Wir hatten bei Frau Aumann“, da er offenließ, ob es für ihn gut oder schlecht gewesen sei. Aber er hatte die Lacher auf seiner Seite, da eigentlich alle die langjährige Lastruper Konrektorin kennen.

Die `Lieblingsspiele` oder `Erlebnisse im Winter` ließen sich noch leicht spielen. Schwerer wurde es bei Gefühlen. So mussten die Akteure „Eifersucht“, „Zwei Herzen schlagen in meiner Brust“ oder „Wohlfühlen“ sowie „Müde“ („Jetzt haben wir hier nur Schlafmützen“, kommentierte Moderatorin Silvia) darstellen. Die Akteure aber machten ihre Sache ganz hervorragend. Vor allem die Senioren gingen begeistert mit und waren kaum mit Anregungen zu bremsen, so dass die einstündige Aufführung im Nu verging. Nicht nur von den Senioren erhielten die Schüler und die Pflegekräfte viel Beifall, auch Christoph Eilers, Landtagsabgeordneter und Mitglied des Sozialausschusses im Landtag, war voll des Lobes über dieses erstmalige Experiment. „Hier waren keine Schlafmützen dabei. Alle waren hellwach und haben toll mitgemacht“, kommentierten die Verantwortlichen.

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